Sehenswürdigkeiten in Olbernhau

Sehenswürdigkeiten in Olbernhau


Seiffener Barockkirche

In dem kleinen erzgebirgischen Bergdorf Seiffen, wenige Kilometer von Olbernhau entfernt, befindet sich eine ungewöhnliche Kirche – die Seiffener Barockkirche. Sie wurde 1779 geweiht und der Dresdner Frauenkirche nachgebaut.

Eingebettet in das einfache Leben der Seiffener wird die Kirche heute sowohl von Einheimischen zum regelmäßigen Kirchgang, aber auch von interessierten Touristen besucht. Als Juwel kann das über dem Eingang angebracht Kruzifix genannt werden, das nach seinem zufälligen Fund und intensiver Restaurierung 1992 seinen Platz gefunden hat. Da der Bergbau und damit die Knappschaft in Seiffen eine über Jahrhunderte lange Tradition hat, ist die Inschrift „Bergknappschaft Seiffen 1688“ von besonderer Bedeutung. Außerdem zu besichtigen sind mehrere große achtarmige Glasleuchter, deren Entstehung um 1670 vermutet wird.

Die Kirche zählt vor allem in der Vorweihnachtszeit als Mittelpunkt des Dorfes. Als „Spielzeugdorf“ - wie Seiffen auch genannt wird – erstrahlt das ganze Dorf zusammen mit der Kirche in einem Lichtermeer. Die alte Sehnsucht der Bergleute nach Licht und viele andere bergmännische Traditionen vermischen sich hier mit der Vorfreude der Adventszeit. Zu besonderen Anlässen werden alle Kerzen der Kirche – 120 an der Zahl – angezündet. Zusammen mit dem Posaunenchor oder anderen weihnachtlichen Konzerten entwickelt sich dadurch eine Atmosphäre die einem zu verstehen gibt, warum das Erzgebirge auch das „Weihnachtsland“ genannt wird.


Saigerhütte Olbernhau

Bereits 1537 entwickelte sich in Olbernhau – der Stadt der sieben Täler – eine Produktionsstätte zu Gewinnung von Kupfer und Silber. Das Saigerverfahren wurde über Jahrhunderte angewandt und war bekannt für dessen hohe Qualiät. Selbst Bauten wie der Stephansdom in Wien oder der Ulmer Münster tragen Kupfer aus der Saigerhütte.

Der Komplex umfasst 22 Gebäude und zählt zu den am besten erhaltensten Industrieanlagen aus jener Zeit. Aus diesem Grund wird ihm auch europaweit eine sehr hohen Bedeutung zugesprochen. Der hohen Qualität ist es auch zu verdanken, dass in Olbernhau viele Jahre das sachsenweite Zentrum für die Kupferverarbeitung lag.

Das Gelände wird heute vielseitig genutzt. Das Besondere daran ist, dass es nicht nur Mueseums- und Enddeckungszwecken zur Verfügung steht, sondern fest im Kultur- und Gewerbeleben der Stadt Olbernhau integriert wurde.

Es bietet zum einen die Möglichkeit Einblicke in traditionelle Handwerkskünste zu erhalten. Dafür würde die Hüttenschule und die Spinnstube in einem ehemaligen Arbeiterwohnhaus gestaltet. Zum anderen wird echt erzgebirgische Volkskunst angeboten und beim Schautöpfern, Drehen und Klöppeln zum Miterleben eingeladen. Auch die Gastronomie kommt in diesem interessanten Komplex nicht zu kurz. So bietet sie neben Übernachtungen und empfehlenswerten kulinarischen Spezialitäten auch sportliche Aktivitäten wie Bowling und Schießen.

Es lohnt sich also bei einem Besuch im Erzgebirge eine Besichtigungstour in der kleinen Stadt Olbernhau einzuplanen.


Spielzeugmuseum Seiffen

Das kleine Dorf Seiffen bei Olbernhau im Erzgebirge beheimatet eine sehr interessante Sehenswürdigkeit – das Spielzeugmuseum. Wer jetzt allerdings denkt, hier gibt es lediglich Spielzeug von einst und heute zu sehen, hat sich geirrt.

Das Erzgebirge war bereits vor Jahrhunderten vom Bergwerk geprägt. Hart arbeitend und weit ab von industriellen Vorschritten entwickelte sich in dieser Gegend ein Menschenschlag, der abpassungsfähig und kämpferisch sein Überleben sicherte. Die Bergleute versuchten bereits sehr bald ihr Einkommen durch zusätzliche Arbeiten aufzubessern, woraus sich ein noch heute sehr stark vorhandener regionaler Wirtschaftszweig entwickelte – die erzgebirgische Volkskunst.

Angefangen bei geschnitzten und gedrechselten Figuren waren es neben Gebrauchsgütern auch Spielwaren, die hier hergestellt wurden. Im 18. Jahrhundert entwickelte sich außerdem das Reifendrehen – eine Kunst, die heute nur noch wenige beherrschen, und die in dieser Form nur im Erzgebirge zu sehen ist. Mit dem Wandel der Zeit änderten sich auch die Spielwaren, so sind im 19. Jahrhundert vor allem die Spielminiaturen – Streichholzschachtel kleine Spielzeugräume, bestückt mit „Möbel“ bis ins Detail – sowie bewegliche und klingende Spielwaren gefragt.

Bis zur heutigen Zeit erlebte die erzgebirge Volkskunst eine große Anzahl von Veränderungen. Heute werden sowohl Holzspielwaren in höchster Qualität in Seiffen produziert, als auch weihnachtliche Figuren und Schmuckstücke. In der Vorweihnachtszeit ist es in dieser Region Tradition, dass das Haus – sowohl innen als auch aussen – mit weihnachtlichen Schmuck dekoriert wird. Dazu wird vor allem diese nach echt erzgebirgische Volkskunst hergestellten Räuchermänner, Nußknacker, Pyramiden und vieles mehr verwendet.

All dies kann im Spielzeugmuseum besichtigt werden. Die mehr als 6 m hohe Pyramide und die Aufstellung „Christmette zu Seiffen“ ermöglichen den Besucher einen kleinen Einblick, wie sich Seiffen in der Weihnachtszeit darstellt.

Zahlen & Fakten: Stadtname:
Olbernhau

Bundesland:
Sachsen

Landkreis:
Erzgebirgskreis

Höhe:
450 m ü. NN

Fläche:
70,42 km²

Einwohner:
10.100

Autokennzeichen:
ERZ

Vorwahl:
037360

Gemeinde-
schlüssel:

14 5 21 460

Firmenverzeichnis für Olbernhau im Stadtportal für Olbernhau